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Essen und Trinken


Neu ist die 6er Regel nach Marleen Oonk-Fabisiak und Dr. med. Reinhard Fabisiak
Sie kann immer angewandt werden, wenn kein Untergewicht besteht und Stoffwechselstörungen, Blähbauch und rheumatische Reizungen die
Empfindungen prägen. (Rheumatisch ist alles, was am Bewegungsapparat schmerzt, ohne dass ein Unfall die Ursache ist).

Das Buch zur 6er Regel ist im Juli 2014 erschienen im Buchhandel zu beziehen.

Stopp Rheuma&Reizdarm
Der natürliche Weg zu einem gesunden Darm und schmerzlosen Gelenken.
Die 6er Regel
Marleen Oonk-Fabisiak und Dr. med. Reinhard Fabisiak
ISBN: 978-3-7357-4491-3 BoD

Stopp Rheuma und Reizdarm.pdf [1.441 KB]

praxisflyerernaehrung6.9.pdf [4.306 KB]

Übergewicht ist ein “dickes” Problem, weil die Folgekosten durch die Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen die Ressourcen bereits heute erheblich reduzieren.
Das metabolische Syndrom, die Verkettung von Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Diabetes II, Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen ist für die Aktienkurse wichtig geworden! Die in den reichen Industrieländern verfügbare Medizin erlaubte es bislang noch, die Folgen ungesunder Lebensweise weniger zu spüren. Essen und Trinken im Überfluss, Rauchen, Desozialisation usw. werden nahezu durch die beworbene Medizin (iatrogen?) stabilisiert. Dabei macht "Dicksein" keinen Spaß und wird durch “Zuzahlungen” auch teuer und die negative Selbsteinschätzung der übergewichtigen Mitbürger deckt sich mit der Hässlichkeitszuweisung (versus Schönheitsideal) der bürgerlichen Wohlstandsgesellschaft.

Was sind die Ursachen für Fettsucht?
Im Erbgut sind unterschiedliche Fähigkeiten für Notzeiten ohne regelmäßige Nährstoffzufuhr programmiert und der Code ist (zur Zeit) nicht veränderbar. Die "guten Verwerter" speichern alles als Fett, was über den Bedarf aufgenommen wird. Im "Schlaraffenland" unserer Gesellschaft nehmen also alle "guten Verwerter" zu, wenn sie nicht hungern! Der schmale Grat bedarfsgerechter Ernährung (just in time Fertigung ohne Lagerhaltung) gelingt nur dem sehr disziplinierten Esser. Für Kinder und Jugendliche sind regelmäßige Mahlzeiten im Familienkreis und natürliche Körperanstrengung in
Haus-, Garten oder Feldarbeit sind selten geworden. Besonders problematisch sind Nahrungskombinationen aus Fett/ Süß (Schokolade, Nuss-Nougat- Creme) oder Fett/ Süß/ Weizen(Kuchen, Kekse, “Hamburger”).

Was tun?
Können wir das Nahrungsangebot nicht ändern (wollen wir ja auch nicht), so müssen wir Wege finden, um in dieser Gesellschaft als "dünne Dicke" zu leben, denn der Mechanismus der Fettspeicherung lässt sich nicht ausschalten. Es gibt also keinen Weg zurück zu einem "normalen Essen", denn für den "dünnen Dicken " muss ein "neuer Normalwert" eingestellt werden.


Wie geht das?

Es hat erstaunlich wenig mit "Ernährungsberatung" zu tun, denn schon die Kinder wissen heute, dass ein "Hamburger" weniger "gesund" ist als z.B. Reis mit Gemüse.
Wenn wir es doch wissen, warum verhalten wir uns dann anders?
Damit sind wir am Kern des Problems angelangt:
Wann essen wir, warum essen wir und mit wem essen wir?
Wenn diese Fragen beantwortet sind geht es zum "Was essen wir"?
Grundsatz ist die naturbelassene Kost mit geringem Anteil industrieller Fertigung.
Frauen nach den Wechseljahren und Männer ab 50 verdauen in der Regel Rohkost und Getreide nicht mehr so gut wie junge Erwachsene. Warme Ernährung mit gegarten Gemüsen, Suppen, ohne Vollmilch (“schleimbildend”), Reis,
Kartoffeln und etwas Fleisch können dann die Grundlage der Ernährung werden.

Die einfache Regel einer Patientin, eine Abwandlung der 6er Regel lautet:
Weizen, Zucker und die Kuh sind ab jetzt für mich tabu!
Wird es zu langweilig für den unruhigen Geiste, werden Anleihen in der asiatischen und indischen Küche zu empfehlen. Wir haben uns angewöhnt, das Essen zum Event zu machen, zumindest steht es auch für Lust und schöne Empfindungen.
Das ist ein großer Luxus im Vergleich zur übrigen Welt außerhalb Europas.
So sagte uns der indische Ayurveda- Arzt im letzten Kochkurs, dass ein gesundes Essen nicht unbedingt schmecken muss! Diese Sichtweise ist vielleicht für die Zeit der Reduktion auch mal ganz tröstlich - also wann, mit wem und warum essen wir eigentlich?
Ein Ayurveda Kochbuch z. B. und der Asiashop machen auch Wirsingkohl, Mohrrüben und Kartoffeln wieder zu einer Hauptmahlzeit. Lernen kann man zwar allein zu Hause.
Die Gruppe ist durch ihre soziale Kontrolle und die vor allem auch unbewusst vermittelten Gefühle der Zusammengehörigkeit effektiver.


Merkblatt zur Behandlung innerer und psychosomatisch-neurologischer Er-krankungen mit Symptomen am Bewegungsapparat:

Ob chronischer Schmerz, Bandscheibenschaden, Bewegungsstörungen der Wirbelsäule, Gelenkverschleiß am Knie, Hüftgelenken, Schultern oder Fü-ßen/Händen, Rheuma mit Entzündungen der Gelenke und Morgensteifigkeit, Einschlafen der Arme und/oder Beine, Schwächen der Körpersteuerung, Störungen der Konzentration und des Gleichgewichts, Drehschwindel und/oder Ohrgeräusche, Schlafstörungen und starke Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Störungen der Funktionen der Schilddrüse, Bluthoch-druck oder koronare : Immer gibt es einen Ausdruck am Bewegungsapparat („draußen“), der mit innerer Störung im Stoffwechsel, im Bauch vor allem und dem Nervensystem/psychischen System („innen“) verbunden ist.
Heilung berücksichtigt alle Einflussfaktoren. Vor allem ist der Patient selbst ver-antwortlich: Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Genussmittel, Abhängigkei-ten, soziale Beziehungen) und Konstitution. Die Bindungen zur eigenen Familie und Familiengeschichte (Partner, Kinder, Eltern vor allem) prägen neben dem unausweichlichen Schicksal Persönlichkeit, neurotisches Verhalten und die Re-aktionsweise auf traumatische Erfahrungen (s.a. www.fabisiak.de „Trauma“).
Die klinische Untersuchung schließt das Symptom ebenso ein wie die Schwächen der Konstitution und orientierend die Psychosomatik (Praxisflyer „Psychologische Körperanalyse“ psychologischekoeperanalyse917.pdf [429 KB] ). Technische Untersuchungen sichern das klinische Ergebnis und bilden die gegenwärtige Kör-perstruktur ab.
Empfehlungen zur Medikamenteneinnahme: Die Einnahme von mehr als 4-5 Medikamenten beinhaltet ein hohes Risiko ver-stärkter Nebenwirkungen, sodass zusätzliche Medikamente des Orthopäden immer nur vorübergehend eingesetzt werden. Ihre unbedingte Notwendigkeit muss immer wieder im Zusammenhang mit dem inneren System überprüft werden. Schmerzmedikamente wie Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Meloxicam usw. können Magen-Darm (Blutung), die Nierenfunktion (Wassereinlagerung) und das Herz u.a. schädigen. Zusätzliches Cortison stört den Energie- und Hormonstoffwechsel (Zucker) und erhöht den Augeninnendruck (Glaukom) u.a. Novaminsulfon gegen Nervenschmerzen macht eine seltene und dann aber schwere Komplikation im blutbildenden System. Morphine machen immer ab-hängig, aber den Schmerzpatienten oft nicht süchtig. Als Basistherapie gegen schwere Schmerzen sind sie dennoch beim orthopädischen Patienten nicht Dauertherapie geeignet („LONTS“ Leitlinie – AWMF Nr. 145/003 Klasse S3). An-tidepressiva (Amitryptilin, Citalopram etc.) machen „nicht glücklich“ und ag-gressive Affekte werden oft nicht erreicht. Eine Gewichtszunahme durch vermehrten Süßigkeiten/Zuckerkonsum ist häufig. Nach meiner Erfahrung kann in weniger schweren Verläufen einer Depression eine niedrige Dosierung von Amitryptilin mit der Passionsblume (u.a. Lioran®) nächtliche Unruhe und Schlafstörungen erreichen, sollte aber auch so verordnet sein und im körperli-chen und psychischen Befund überprüft werden.
Naturheilkundliche Wirkstoffe werden gern und häufig eingesetzt. Auch sie ha-ben Nebenwirkungen: Mariendistel und Artischockenkapseln aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt sind als Korbblütler nicht für alle Menschen verträg-lich. In der Kombination mit alkoholischen Kräuterextrakten wie Iberogast®(u.a. Schöllkraut) können Oberbauchschmerzen, Blähungen und Reizdarmbeschwerden vor allem dann verstärken, wenn die Ernährung nicht angepasst wurde (praxisflyerernaehrung6.9.pdf [4.306 KB] )
Buch „Rheuma und Reizdarm: Die 6er-Regel“). Schüsslersalze hingegen sind in aller Regel gut verträglich. Das gilt auch für Bachblüten oder vergleichbare Homöopathie, die vor allem in der Psychosomatik der orthopädischen Praxis empfohlen werden. Vitamine sind vorübergehend als Nahrungsergänzung vor allem sinnvoll, wenn neurologische Zeichen mehr noch als das Blutbild einen Mangel anzeigen. Es geht vor allem um Vitamin B6, 12 und die Folsäure. Zu niedrige Vitamin D Spiegel im Blut werden vor allem bei Reizdarm in Verbindung mit einer Unterfunktion der Schilddrüse oder Hashimoto angetroffen. Oft reichen Vitamin D3 1000 i. E. 1 x am Tag außerhalb der Mahlzeiten. Dekristol® mit 20.000 i. E. empfehle ich nicht, wenn Gefäßverkalkungen wie bei koronarer Herzkrankheit vorliegen.
Lesen Sie also immer den Beipackzettel, auf dem das Therapieziel als Hauptwirkung und die Nebenwirkungen nach klinischen Beobachtungen bei vielen anderen Menschen aufgeführt sind. Darüber befragen Sie dann den jeweils verordnenden Arzt oder empfehlenden Apotheker!
Sie bleiben aber immer selbst verantwortlich!
Dr. med. Reinhard Fabisiak im Februar 2017