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Tao erkennbar?

Gesundheitswesen im Interessenkonflikt

Steinkreis "der Weisen" in Irland


Das medizinische System wird den komplexen Anforderungen einer alternden Gesellschaft und an hohen Standard gewöhnten Bevölkerung nur gerecht werden, wenn Lasten und Vorteile transparent dargestellt und nachvollziehbar begründet werden.
Die Abrechnungsweise der Krankenhäuser (DRG) steigert die Anforderungen an die ambulante Medizin. Der zumutbare Anteil an Vorsorge und privater Investition in die Gesundheit muss gesteigert werden, damit die Ressourcen für die aufwendiger zu versorgenden Kranken mit dem aktuellen Standard geschaffen werden können. Gesund "alt" werden ist dabei für viele Bürger dieser Gesellschaft ein wichtiges persönliches Ziel und stärkt damit auch die Bedeutung der Medizin als Dienstleistungsbereich.
Die politische Steuerung über Geld (Zuzahlungen bis zum französischen Modell der anteiligen Kostenerstattung anstelle des Sachkostenprinzips der gesetzlichen Krankenversicherung), verknapptes Angebot der Medizin (durch sinkende Einkommen der Ärzte und reduzierte Anzahl z.B., Facharztrestriktion durch Hausarztmodelle), verwaltungsgesteuerte Qualitätsmaßnahmen (z.B. Disease - Management Programme - DMP), Formulierung von Zumutbarkeit an Training und "TÜV" artige Kontrollen ggf. mit "Mobilitätsgarantie" privater Gesundheitsanbieter usw. können diskutiert werden. "Gesundheit" muss für alle, die guten Willens sind, erreichbar sein und der Patient damit seinen zumutbaren Anteil beitragen, was die Politik auch mal sagen darf!
Die "Reparaturidee" der Medizin der Neuzeit hat ja nicht nur zu phantastischen Erfolgen wie in der Transplantationsmedizin z.B. geführt. Gerade die chemische Manipulierbarkeit fast aller Stoffwechselparameter, die eine Kalkulation konstanter „ungesunder“ Lebensführung voraussetzen, ist der Motor der Gewinne der Pharmaindustrie in reichen Industriegesellschaften geworden, wie es die Aktienkurse nach Bekanntgabe neuer symptomkontrollierender „Lifestylemedikamente“ zeigen.

Konkret:
Ich sehe in einer alternden Gesellschaft einen Bedarf an Selbsthilftegruppen, die ein Basistraining von Oberschenkel, Gesäß und Rumpf mit Übungen des Gleichgewichts (Koordination), der Konzentration und Atmung wie im Yoga verbinden. Eine Unterteilung in Alltersjahrzehnte ist sinnvoll und im Einzelfall zu entscheiden. Optimale Trainingszeit sind 2 x 1,5 h pro Woche. Das Training am Gerät allein, wie es die üblichen Fitnesseinrichtungen anbieten, genügt nicht den Anforderungen der Grundkonditionen Kraft, Ausdauer und Kordination, Konzentration, auch keine Bauch-Beine-Po Kurse, weil sie in der Regel auf sehr viel jüngere Menschen zugeschnitten sind! Hier geht es um
60+! Die Übungsleiterstunde sollte zZt. 2018/19 mit 30 Euro entlohnt werden, also 40 Euro für 1,5 h. Qualifikation Übungsleiter des DTSB, Physiotherapeut oder Yoga/Pilates lehrer. Öffentliche Einrichtungen, Turnhallen etc. sind dafür zu nutzen, ggf. auch Verträge mit Fitnesseinrichtungen notwendig. Die angesprochene Mittelschicht der Gesellschaft muss die Kosten selber tragen, die bei ca. 50-60 Euro pro Monat liegen dürfen. Die Krankenkassen sind außen vor, weil sie für die Ärmeren zuständig bleiben müssen. Die Mittelschicht mit guter Altersversorgung sollte ohne Versorgungsanspruch Eigenverantwortung zeigen, wie bei der Wahl des PKW, der Wohnung und des Urlaubs z.B..
Raummiete, Organisations- und Übungsleiterkosten könnten dann Gruppengrößen bis 15 Personen erlauben.
Die vorhandenen Instituionen wie die Rehasport- und Funktionstrainingsgruppen sollten mit diesem IGEL-Angebot, was als individuelle Gesundheitsleistung sinnvoll und und notwendig ist, ergänzt werden.
Der Gesetzgeber und die Vertragsparteien müssen die notwendigen Regelungen der Ausweitung der Vertragsgestaltung, Qualifikation und Qualitätssicherung in der Weiterentwicklung der gegenwärtigen Angebote schaffen. Dabei ist eine Gleichbehandlung privater und institutioneller Anbieter zu gewährleisten.